Umfrage: Wie erleben Sie Berlin?

Mehr als 115.000 Fachbesucher aus aller Welt tummeln sich auch dieses Jahr wieder auf der ITB Berlin. Auch wenn Sie hauptsächlich zum Netzwerken und Geschäfte abwickeln vor Ort sind, sind sie gleichzeitig auch Touristen in der Hauptstadt. Wir haben fünf ITB-Besucher aus fünf verschiedenen Kontinenten gefragt, wie ihnen Berlin gefällt und was sie damit verbinden.

Maria Kaldani, Miami/Florida (USA), Hotelberaterin:

1„Was ich an Berlin am meisten mag, ist, dass es so vielfältig ist. Hier trifft man Menschen aus der ganzen Welt. Es ist schon eine deutsche Stadt, aber man findet zum Beispiel nicht nur deutsche Restaurants, sondern auch französische, italienische oder indische. Und ich finde die Berliner sehr freundlich. Sie sind aufgeschlossen und wissen über Vieles Bescheid. Sie haben für alles, was du fragst, eine Antwort. Es ist eine sehr internationale Stadt.“

 

Chen Ziping, China (Asien), Management-Student:

2„Ich mag die Architektur, die Landschaft und das Essen. Ich bin auf Studienreise mit meinen Kollegen in Deutschland. Als erstes waren wir in Düsseldorf, und mein erster Eindruck von der Stadt war, dass viel weniger Menschen unterwegs sind als in China. Hier schließen die Geschäfte früher, danach wird es ruhiger auf den Straßen. Im Gegensatz dazu ist Berlin belebter.“

 

 

Modou Jagne, Gambia (Afrika), Hotelier:

3„Es ist eine sehr nette Stadt mit jeder Menge Geschichte dahinter. Man kann viel unternehmen und entdecken. Und ich finde das öffentliche Verkehrssystem sehr gut. Der einzige Nachteil ist, dass es für mich ein bisschen schwer ist, deutsch zu verstehen. Oft brauche ich ein bisschen, bis ich etwas herausfinde. Wenn man auf Englisch etwas fragt, ist es manchmal schwer, hier eine Antwort zu bekommen.“

 

 

Thorsten Gerke, Ostfildern (Deutschland), Tourismus-Manager:

4„Ein Stück von Berlin ist bei jedem Besuch neu. Immer wieder, wenn ich in die Stadt komme, merke ich, dass sie sich permanent verändert. Immer wieder ist etwas Neues passiert – egal, ob eine neue Location aufgemacht hat, eine neue Baustelle eröffnet wurde oder sich kulturell etwas Neues tut. Berlin verändert sich – das kann stressig sein, das kann aber auch etwas Tolles sein.“

 

Ashley, Turtle Down Under (Australien), Marketing Manager:

5„Berlin ist schön, freundlich und ein bisschen underground – einfach anders. Es ist reich an Kultur und Geschichte. Jeder hier ist unglaublich freundlich. Man kann hier so viel zu unternehmen und entdecken, zum Beispiel Orte zum Essen und Ausgehen. Die Stadt hat wirklich alles.“

 

 

 

 

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ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Russland: Nichts Neues, aber alles „toll.“

Eine Erfahrungsbericht von einer Pressekonferenz der etwas anderen Art.

Mitten im internationalen Pressezentrum liegt an diesem Morgen die offizielle Einladung zur russischen Pressekonferenz. „10 Gründe um Moskau zu besuchen“ lautet die vielversprechende Überschrift des „Departments für Nationalpolitik, internationale Beziehungen und Tourismus der Stadtregierung Moskau.“ Um 14 Uhr sitze ich in einem kleinen, aber überfüllten Raum. Überwiegend russische Journalisten warten gespannt auf die angekündigte Rede.

Die Pressekonferenz beginnt und sie wird statt auf dem sonst üblichen Englisch auf Russisch gehalten. Über eine Stunde spricht der Minister der Moskauer Stadtregierung Vladimir V. Chernikov über Sehenswürdigkeiten wie Denkmäler, Museen, Wahrzeichen, Festivals, Theater. Für Chernikov ist alles, aber wirklich alles toll. Die Parks: Weltklasse, die 270 Museen: Großartig, die gerade neu eröffnete Moschee: Unglaublich, selbst die Moskauer Polizisten, die, ich kann es kaum glauben, zwei Sprachen sprechen sind einfach nur super klug und super freundlich.
Und sonst so? Neues? Ungewöhnliches? Kostenloses Wifi oder Doppeldecker-Busse mit acht Sprachen. Das soll es sein? Für mich sind diese „Highlights“ in unserem Jahrhundert doch Standard. Und offenbar nicht nur für mich. Nach zehn Minuten verlassen die ersten Journalisten den Raum. Minister Chernikov aber macht unverdrossen weiter: Mehr als 60 Prozent der Moskauer machen Sport, es gibt 2500 Fahrräder in der Stadt und sogar Hotels mit weniger als 4 Sternen. Grandios. Weltklasse. Sensationell. Ich verlasse den Raum mit dem Gefühl eine ganze Stunde meiner Lebenszeit sinnlos verschwendet zu haben. Na toll. tis

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Zwischen Terrorismus und Boom: Der zweigeteilte Reisemarkt

Terroraschläge wie in Paris, Istanbul oder Hurghada verunsichern deutsche Urlauber. Viele fragen sich, wo sie noch gefahrlos hinreisen können. Die diesjährige Reisemesse ITB reagiert darauf mit Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden.  Denn „Sicherheit ist für die Tourismus-Branche von allerhöhster Priorität“, versichert der Präsident des Deutchen Reiseverbands Norbert  Fiebig. Der Verband befindet sich rund um die Uhr in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt, um im Zweifelsfall schnell reagieren zu können. Der DRV ist sogar überzeugt, dass kaum eine Branche so ein gutes Krisen- und Sicherheitsmanagement hat wie die Reisebranche.

Die Deutschen sind weiterhin unangefochten Reiseweltmeister. Durchschnittlich 20 Tage verbringen sie pro Jahr auf Reisen. Doch Terror, politische Krisen oder Naturkatastrophen beeinflussen die Wahl des Urlaubsziels und verändern das Ranking der bisher beliebtesten Reiseländer. Aktuell bekommen das vor allem die Türkei, Ägypten und Tunesien zu spüren, die teilweise einen Buchungsrückgang von bis zu 40% verzeichnen. Die Türkei, letztes Jahr noch auf dem dritten Platz der Lieblingsurlaubsländer der Deutschen mit mehr als fünf Millionen deutschen Touristen, wurde zum Jahresanfang nur von wenigen Touristen gebucht. Ein herber Schlag für die Türkei. Die Toursimusbranche ist mit einem Anteil von etwa 10% am Bruttoinlandsprodukt ein wichtiges Standbein der türkischen Wirtschaft. Veranstalter erhoffen sich trotz der Einbrüche eine starke Spätbucherphase in diesem Jahr. Ähnlich sehen dies die Reiseveranstalter in Ägypten und Tunesien, die stets behaupten, ihre Länder seien sicher. Das Auswärtige Amt sieht das anders und hat beispielsweise für Ägypten eine Teilreisewarnung ausgesprochen. Doch die Reisebranche konnte schon oft beobachten, wie nach Anschlägen oder anderen Katastrophen die Buchungen schlagartig zurückgingen, sich aber auch relativ schnell wieder erholten, sobald sich die Situation beruhigte. So haben sich nach Angaben des DRV beispielweise die Paris-Buchungen bereits wieder stabilisiert.

Doch auch in unruhigen Zeiten lassen sich die Deutschen ihren Urlaub nicht nehmen. Deshalb gibt es neben den Verlierern auch aktuelle Gewinner. Zu diesen zählen vor allem Spanien, Italien, Portugal aber auch Bulgarien, da Urlauber auf diese Reiseziele ausweichen. So sei es bespielsweise jetzt schon kaum noch möglich in den Sommerferien Zimmer am Gardasee zu bekommen, so der DRV. Auch Deutschland, traditionell das liebste Reiseland der Deutschen, profitiert und konnte einen deutlichen Anstieg der Buchungen zum Jahresanfang verzeichnen.

Auch die vielen Flüchtlinge, die sich aktuell in oder auf dem Weg nach Europa befinden, haben Auswirkungen auf die Reisebranche. Vor allem das Urlaubsziel Griechenland ist direkt betroffen. Auf den griechischen Inseln kommen täglich viele Menschen an und wollen weiter nach Europa. Zwar gehört Griechenland nicht zu den aktuellen Verlierern der Branche und konnte im Vergleich zum Vorjahr fast konstante Buchungen für den Jahresanfang verzeichnen, doch die griechischen Reiseveranstalter bemerken bereits eine leichte Verschiebung der Urlaubsbuchungen. So erfreuen sich vor allem die ionischen Inseln an der griechischen Westküste großer Beliebtheit, da diese nicht auf der Route der Flüchtlinge liegen. Trotzdem würden viele Touristen, vor allem Stammgäste, dennoch auch auf andere griechische Inseln wie zum Beispiel Lesbos fahren, „um die dortlebenden Griechen und ihren Tourismus vor Ort zu unterstützen“, so schätzt es eine griechische Reiseveranstalterin ein.

Eine große Sorge des Deutschen Reiseverbands ist die poltische Lage in Europa und die zunehmenden Grenzschließungen. „Wir sollten uns das hohe Gut der Reisefreiheit nicht nehmen lassen“, warnt der Präsident des Deutschen Reiseverbands Norbert Fiebig eindringlich.

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Beten auf der ITB

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Smalltalk, Lärm, Visitenkarten – alles schreit auf der ITB nach Aufmerksamkeit und das hat Auswirkungen auf den Stresspegel der Beteiligten. Inmitten des Trubels sind Orte der Ruhe umso wichtiger. Der „Raum der Stille“ ist ein kleiner Gebetsraum, der Besuchern wie Beschäftigten aller Konfessionen Zuflucht bietet vor der Reizüberflutung des hektischen Messealltags. Er wird von der evangelischen Kirche angeboten und liegt ganz unscheinbar inmitten der riesigen Hallen zwischen einem großen Aufzug und dem Messe-Shop. Es gibt auch einen nach Mekka ausgerichteten Gebetsteppich, was den Ort unter Muslimen besonders beliebt macht. Auch an diesem Tag kommen einige Besucher: Eine Muslimin in beigem Oberteil läuft am Eingang vorbei. Sie sieht die weißen Vorhänge unter dem zweisprachigen Schild „Raum der Stille / Room of Silence“, wird neugierig, geht zurück und öffnet schließlich zögerlich die Tür. Zum Beten hat sie heute keine Zeit: „Ich war jetzt nur kurz drinnen, aber der Raum ist eine super Idee und hat mir sehr gut gefallen“, sagt sie danach.

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Wie wichtig für Muslime an einem Ort wie der ITB die Möglichkeit zum Gebet ist zeigt sich auch im Gästebuch des Raumes, in dem sich mehr als die Hälfte der Besucher speziell für die muslimische Gebetsecke bedanken. So schreibt zum Beispiel Mustafa auf deutsch: „Danke, dass an einen Gebetsraum gedacht wurde, sonst müsste man wohl oder übel draußen auf dem harten Boden beten.“

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Andere wie Abu Baker vom sudanischen Ministerium für Tourismus schaffen sich ihren eigenen Gebetsraum: In Halle 21 haben sich Aussteller aus muslimisch geprägten Ländern wie Sudan, Marokko und Tunesien zusammengeschlossen und hinter den Ständen eine kleine Gebetsecke eingerichtet. Das ist vielleicht sicherer: Zurück im Raum der Stille kratzt gerade Pfarrei-Helferin Christine Thon die Wachsreste von den Kerzenständern. Sie erzählt, dass der Gebetsteppich in Wirklichkeit nicht genau nach Mekka zeigt. Das sei bei der Raumaufteilung nicht möglich gewesen, lacht sie, „aber die Leute haben sich daran gewöhnt“. fep

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Ein Blick hinter die Kulissen auf der ITB: Wie ein Stand zustande kommt

Sonia Azzali an ihrem Stand „Veneto“

Sonia Azzali an ihrem Stand „Veneto“

Hektisch spricht Sonia Azzali ins Handy und verlangt nach fünf noch fehlenden Mehrfachsteckdosen, die ihr italienischer Stand auf der Internationalen Tourismusbörse ITB dringend benötigt. Parallel notiert sie schnell etwas auf ein Blatt Papier und gibt es an einen ihrer Kollegen weiter. Gleich im nächsten Moment schaut sie auf, lächelt und lässt sich das ganze Chaos und den Stress um sie herum nicht anmerken. Seit 15 Jahren ist Sonia Azzali Standhostess der Region Venezien und fühlt sich dieser Region sehr verbunden. Sie hofft, durch iher Region durch die ITB bekannter zu machen: “Ich habe Freude daran, mit Kunden ins Gespräch zu kommen, sie zu beraten, für Venezien zu werben und neue Kontakte zu knüpfen“. Die gebürtige Mailänderin empfindet ihre Tätigkeit von zehn bis achtzehn Uhr auf der Messe als interessant und aufregend, daher stört es sie auch nicht weiter, dass ihre inoffizielle Arbeitszeit an manchen Tagen bis zu zwölf Stunden am Tag beträgt. Sie weiß, dass das normale Arbeitsbedingungen auf Messen wie der ITB sind und dass die Arbeit bereits weit vor ihrer angefangen hat. Bei ihrem Stand beispielsweise schon rund drei Monate vor Messebeginn. Mehr als 30 Leute waren an der Planung und Umsetzung des Messestandes beteiligt. Dazu gehören zum Einen die Designer, die den Stand sowie die dazugehörige Dekoration entwarfen. Besonders besonders ist dabei die weiße imposante Löwenskulptur auf der rechten Seite des Stands. Sie befindet sich auf einer ebenfalls weiß gestrichenen Erhebung, trägt Flügel zu beiden Seiten und hat den Kopf aufgerichtet, was einen nahezu stolzen Ausdruck verleiht. Direkt hinter der Skulptur lässt sich mit weinroten Buchstaben der Name des venezianischen Stands erkennen: “Veneto“. Geschmückt wird die Wand durch Tannenzweige, die künstlerisch herunterhängen. Sonia Azzali steht mit ihrem Tisch davor, auf dem zahlreiche Flyer und Prospekte liegen. Schaut man an ihrer Schulter vorbei, erhält man durch einen an die Wand angebrachten Plasmafernseher durch Fotos und Videos Eindrücke von der Region.
Links von ihr befindet sich der restliche Stand. Rund 20 Informationstische mit weiteren Hostessen geben hier Auskunft. Betrachtet man den Stand mit all den Feinheiten genauer, erkennt man die viele Arbeit, die dahintersteckt. Aus diesem Grund werden die Elemente meist wiederverwendet, „das hängt jedoch stark von den gegebenen Quadratmetern, der Höhe und weiteren Faktoren der vorhandenen Fläche ab“. Einzelne Objekte der momentan bestehenden Kulisse des Stands auf der ITB werden beispielsweise in absehbarer Zeit auf einer Messe in England wiederzufinden sein.
„Die gesamte Dekoration wird dabei in Italien entworfen und hergestellt“, wie Sonia Azzali sagt. Doch nicht nur die Ausstattung kommt aus Italien, sondern auch die Arbeiter. Dazu zählen die beiden Projektleiter, einige Hostessen und die Handwerker, die den Stand auf – und wieder abbauen. Diese sind bereits sechs Tage vor Messebeginn angereist, um in Schichten von bis zu zwölf Stunden pro Tag den Stand herzurichten. Nach dem Wochenende, an dem die ITB für alle Besucher die Türen öffnet, kommen sie wieder zum Einsatz und werden die Messehalle in den ursprünglichen Zustand bringen.
„Die Arbeit der ITB besteht aus unzähligen Schubladen und jede ist für etwas anderes zuständig“, bemerkt Sonia Azzali. Auch wenn viele Menschen, Ideen und Projekte hinter der ITB stehen, lässt sich das meiste nicht auf den ersten Blick sehen. Die Arbeit auf der Messe ist mit der in der Tourismusbranche vergleichbar, in der die Gäste lediglich das Endprodukt zu sehen bekommen. Wie passend also, dass es sich hierbei um eine Tourismusmesse handelt.

ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Andere Länder, andere Kostüme

Auf der Reisemesse ITB finden sich die ausgefallensten handgemachten Gewänder

 

David – Jäger von den Fiji-Inseln

„Wer einen Bullen tötet, der trägt seinen Bullenring als Kette“, sagt David Johnson. Johnson ist 32 Jahre alt und stammt von den Fiji-Inseln. Er trägt ein Kriegskostüm, das traditionell für seine Insel ist. Die Bemalungen in seinem Gesicht sind Kriegsbemalungen. In seiner Hand hält er einen „War Club“, eine Waffe, mit der einst Kannibalismus betrieben wurde. Johnson ist gestern mit 13 Kollegen aus Fiji angereist und erhofft sich von der ITB, dass mehr Europäer auf „seine“ Inseln reisen. Auf die Frage, wie ihm Deutschland gefalle, antwortete er mit südpazifischer Gelassenheit: „So far so  good“.

„Wer einen Bullen tötet, der trägt seinen Bullenring als Kette“, sagt David Johnson. Johnson ist 32 Jahre alt und stammt von den Fiji-Inseln. Er trägt ein Kriegskostüm, das traditionell für seine Insel ist. Die Bemalungen in seinem Gesicht sind Kriegsbemalungen. In seiner Hand hält er einen „War Club“, eine Waffe, mit der einst Kannibalismus betrieben wurde. Johnson ist gestern mit 13 Kollegen aus Fiji angereist und erhofft sich von der ITB, dass mehr Europäer auf „seine“ Inseln reisen. Auf die Frage, wie ihm Deutschland gefalle, antwortete er mit südpazifischer Gelassenheit: „So far so good“.

 

Manzi – der deutsche Afrikaner

Manzi Kayihura überrascht einen sofort, denn er spricht perfekt Deutsch. Manzi hat 13 Jahre zum Studieren und Arbeiten in Deutschland gelebt. Manzi ist 49 Jahre alt und kommt aus Ruanda, wo er 1999 nach seinem Deutschlandaufenthalt wieder hingezogen ist. Auf die ITB Berlin kommt er jährlich um sein Land zu vertreten. Erst kürzlich wurde Ruanda zum saubersten und sichersten Land Afrikas durch die Vereinten Nationen ausgezeichnet.  Sein traditionelles Kostüm wird zu feierlichen Anlässen getragen. Der Kopfschmuck bei Frauen heißt Urugori und sagt, ob die Frau verheiratet ist. Wenn die Frau, wie auf dem Bild, zwei Urugoris trägt, ist sie verheiratet. Trägt sie nur eine, ist sie ledig.

Manzi Kayihura überrascht einen sofort, denn er spricht perfekt Deutsch. Manzi hat 13 Jahre zum Studieren und Arbeiten in Deutschland gelebt. Manzi ist 49 Jahre alt und kommt aus Ruanda, wo er 1999 nach seinem Deutschlandaufenthalt wieder hingezogen ist. Auf die ITB Berlin kommt er jährlich um sein Land zu vertreten. Erst kürzlich wurde Ruanda zum saubersten und sichersten Land Afrikas durch die Vereinten Nationen ausgezeichnet.
Sein traditionelles Kostüm wird zu feierlichen Anlässen getragen. Der Kopfschmuck bei Frauen heißt Urugori und sagt, ob die Frau verheiratet ist. Wenn die Frau, wie auf dem Bild, zwei Urugoris trägt, ist sie verheiratet. Trägt sie nur eine, ist sie ledig.

 

Estrella – die Krugtänzerin

Estrella Gubo fällt einem beim Betreten der Messehalle sofort ins Auge. Ihr traditionelles Kostüm ist handgemacht und wird auf Spanisch auch „Spinnennetz“ genannt. Die Blumen heißen Nanduti und sind traditionelle Blumen Paraguays. Es dauert drei Monate ein Kostüm herzustellen und kostet um die 700 Euro. Mit dem Krug wird Wasser gesammelt. Bei traditionellen Tänzen wird er auf dem Kopf getragen. Sie ist 36 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Paraguay, was „Land des Wassers“ bedeutet. Seit acht Jahren lebt sie aus beruflichen Gründen mit ihrem Mann und ihren Kindern in Wien. Dort betreiben die beiden eine Tanzschule.

Estrella Gubo fällt einem beim Betreten der Messehalle sofort ins Auge. Ihr traditionelles Kostüm ist handgemacht und wird auf Spanisch auch „Spinnennetz“ genannt. Die Blumen heißen Nanduti und sind traditionelle Blumen Paraguays. Es dauert drei Monate ein Kostüm herzustellen und kostet um die 700 Euro. Mit dem Krug wird Wasser gesammelt. Bei traditionellen Tänzen wird er auf dem Kopf getragen. Sie ist 36 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Paraguay, was „Land des Wassers“ bedeutet. Seit acht Jahren lebt sie aus beruflichen Gründen mit ihrem Mann und ihren Kindern in Wien. Dort betreiben die beiden eine Tanzschule.

Paula – die „Fuikl“-Herstellerin

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Den Kopfschmuck der Kühe macht Paula Größwang selbst. Man nennt ihn Fuikl, und es dauert eineinhalb Tage um einen Kopfschmuck fertig zu stellen, je nach Größe auch länger. Sie ist 66 Jahre alt, kommt aus Berchtesgaden und ist zum ersten Mal auf der ITB um ihre Heimat zu präsentieren und Fuikl vor Ort anzufertigen. Sie trägt ein traditionelles Dirndl, das 100 Euro aufwärts kostet. Auch Zuhause trägt Ulrike ihre Dirndl, nur zur Gartenarbeit zieht sie sich eine Hose an.

Belinda – Miss Kreuzberg in ägyptischem Gewand

Belinda ist 25 Jahre alt und stolze Miss Berlin-Kreuzberg 2015-Titelträgerin. Sie stammt aus Berlin und trägt ein traditionelles Kostüm aus Ägypten. Hier wirbt die Miss Germany Corporation MGC mit offiziellen Titelträgerinnen für Egypt Travel, der der offizielle Ausrichter der Misswahlen ist. Gleichzeitig natürlich auch für die Misswahlen. Sie wollen Schönes und Schönes zusammenbringen. Insgesamt sind zehn Titelträger auf der Messe anwesend.

Belinda ist 25 Jahre alt und stolze Miss Berlin-Kreuzberg 2015-Titelträgerin. Sie stammt aus Berlin und trägt ein traditionelles Kostüm aus Ägypten. Hier wirbt die Miss Germany Corporation MGC mit offiziellen Titelträgerinnen für Egypt Travel, der der offizielle Ausrichter der Misswahlen ist. Gleichzeitig natürlich auch für die Misswahlen. Sie wollen Schönes und Schönes zusammenbringen. Insgesamt sind zehn Titelträger auf der Messe anwesend.

Janika und Onika – die traditionell gekleideten indischen Schwestern

„Es dauert 10-15 Minuten um ein Sari anzuziehen“, sagt Janika (23). Sie und ihre Schwester Onika (22) leben in Berlin, ihre Eltern sind ursprünglich aus Kalkutta. Beide tragen traditionelle Saris ihrer Mutter. Man trägt sie sowohl in der Stadt als auch bei Festen. Ein Sari kann zwischen zehn und 500 Euro kosten. Es gibt sowohl handgefertigte Saris als auch solche, die in Fabriken hergestellt werden. Ein Sari ist dreiteilig, ein bauchfreies top, ein Unterrock und dann ein fünf meterlanges Tuch, das man wickeln muss. Der Bindi auf der Stirn wird heutzutage überwiegend als Modeschmuck getragen. Lediglich an den großen roten Punkten erkennt man heutzutage die verheirateten Frauen. Durch Freunde sind sie zur ITB gekommen und präsentieren seit fünf Jahren Indien.

„Es dauert 10-15 Minuten um ein Sari anzuziehen“, sagt Janika (23). Sie und ihre Schwester Onika (22) leben in Berlin, ihre Eltern sind ursprünglich aus Kalkutta. Beide tragen traditionelle Saris ihrer Mutter. Man trägt sie sowohl in der Stadt als auch bei Festen. Ein Sari kann zwischen zehn und 500 Euro kosten. Es gibt sowohl handgefertigte Saris als auch solche, die in Fabriken hergestellt werden. Ein Sari ist dreiteilig, ein bauchfreies top, ein Unterrock und dann ein fünf meterlanges Tuch, das man wickeln muss. Der Bindi auf der Stirn wird heutzutage überwiegend als Modeschmuck getragen. Lediglich an den großen roten Punkten erkennt man heutzutage die verheirateten Frauen. Durch Freunde sind sie zur ITB gekommen und präsentieren seit fünf Jahren Indien.

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ITB 2016 Tag 1 | 9. März 2016 young press 2016

Die Malediven als Partnerland der ITB – Eine Investition in die Zukunft

Zum diesjährigen Partnerland der ITB ist es ein weiter Weg: knapp 700km südöstlich der Südspitze Indiens liegt die Republik Malediven, ein Inselstaat aus mehr als 1.100 Inseln auf 26 natürlichen Atollen. 90.000km² misst er und ist damit etwa doppelt so groß wie Niedersachsen. 99% dieser Fläche sind Wasser. Das macht die Malediven besonders gefährdet im Hinblick auf den globalen Klimawandel.

Da der Tourismus in den Malediven immer wichtiger wird und bereits ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, erhoffen sich alle Beteiligten durch den Auftritt auf der Messe, dass der Tourismus auf den Malediven nachhaltig gefördert wird. Als Partnerland der ITB bekommt der Inselstaat auch besondere Aufmerksamkeit: Seine Vertreter waren bei der Eröffnung der weltweit führenden Tourismusmesse anwesend, auf allen Plakaten, Flyern und Internetauftritten der ITB werden die Malediven besonders erwähnt, an den Infoständen liegen die Werbebroschüren der Malediven groß aus. Dadurch werden auch die rund 6.000 Journalisten aufmerksam und nehmen das Partnerland oft in Artikel über die Messe auf. Wie viel sich die Staaten diese Privilegien kosten lassen, erfahren wir nicht. Langfristig gesehen scheint sich diese vermutlich nicht geringe Investition aber auszuzahlen. Der Vizeminister für Tourismus des ehemaligen Partnerlandes Indonesien, Sapta Nirwandar, ist sicher, dass rund zwei Milliarden Dollar des Umsatzes der Tourismuswirtschaft seit 2013 direkt auf den damaligen Auftritt als Partnerland zurückzuführen sind.

Der Prozess, durch den die Malediven das Partnerland der ITB wurden und von diesem Nutzen profitieren konnten, begann schon 2011. Kriterien für die Auswahl sind laut Messeleitung „ein schlüssiges Konzept für die Selbstdarstellung des Landes und eine gelungene langfristige Messestrategie“. Die Bewerbung sei ganz formlos: Wenn Interesse besteht, nimmt der Staat Kontakt mit den Organisatoren der ITB auf und wenig später setzen sich Vertreter beider Seiten zusammen und das Konzept wird vorgelegt. Aktuelle politische und soziale Verhältnisse spielen für die Auswahl keine Rolle. „Wir möchten dafür sorgen, dass unsere Aussteller sich präsentieren, wie sie es für richtige halten, da der Tourismus in allen Ländern eine große Bedeutung spielt“, sagt Astrid Zand, die Pressesprecherin der ITB Berlin. „Neutralität bedeutet dabei, dass wir wirtschaftliche oder politische Vorgänge in unseren Partnerländern nicht kommentieren.“

Denn es gab außerhalb der ITB und ihres Fachrates Kritik an der Wahl, da das Land zum Zeitpunkt der Entscheidung eine als unsicher bezeichnete Regierung hatte. Aber diese Probleme würden sich in absehbarer Zeit lösen, so Moosa Zameer Hassan, stellvertretener Generaldirektor des maledivischen Tourismusministeriums. „Die Malediven können es sich nicht leisten, hinter den weltweiten Standards zu bleiben, ökonomisch wie sozial.“ Der Inselstaat sieht sich sogar als Vorreiter im nachhaltigen Tourismus. Bereits 1987 habe er als erster Staat weltweit die Gefahren des globalen Klimawandels erkannt habe. Ein Problem, das die Malediven besonders trifft, denn der größte Teil der Inseln liegt nur knapp einen Meter über dem Meeresspiegel.

Daher wird hier in erneuerbare Energien und nachhaltigen Tourismus investiert – auch von Ausländern. Eine der Investorinnen und Unternehmerinnen auf den Malediven ist Ruth Franklin. Mit ihrer Agentur fördert die gebürtige Britin vor allem die soziale Nachhaltigkeit auf den Malediven, indem sie Touristen und Einwohner im Alltag zusammenbringt. So sehen Touristen nicht nur die Resorts, sondern können auch die Kultur und Tradition der Inselbewohner kennenlernen. Traditionen wie die Tanzaufführung mit lautem Geschrei und Trommeln oder die Kluften und Kostüme, die rund um den Stand der Malediven in der Messehalle 4.2 an den fünf Messetagen zu finden sind. alb

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