Die Vitebsk State Medical University ist ein Beispiel dafür, wie heutiger medizinischer Tourismus aussehen könnte. Die staatliche Universität aus Weißrussland, Vitebsk State Medical University (VSMU), bietet ärztliche Behandlungen und Eingriffe im Rahmen des Medizintourismus an und ist zum ersten Mal auf der ITB vertreten und informiert Interessenten über ihr Konzept und mögliche Behandlungen. Anders als andere Kliniken, die Patienten aus dem Ausland kostengünstigere ärztliche Eingriffe und Behandlungen anbieten, hat die Universität „eine eigene Klinik“ und „bildet mehr als 7 000 Studenten aus“, erklärt Olga Matsiushchanka. Das Ausbildungskonzept der angehenden Ärzte und Pharmazeuten orientiert sich hierbei an dem europäischen Ausbildungsprogramm: Vorlesungen, Seminare und auch praktische Seminare, erklärt Matsiushchanka. „Oft sind die Behandlungen in den Heimatländern teurer“, stellt Matsiushchanka fest, sodass die Patienten Alternativen suchen und darauf zurückgreifen würden. Von Schönheitsoperationen bishin zu Behandlungen krebskranker Patienten werde alles angeboten. Viele der Patienten kämen beispielsweise aus Estland, Polen und Deutschland. Gerade die unmittelbare geografische Nähe sei vielen Patienten wichtig. Neben der Möglichkeit sich über das Internet über mögliche Behandlungsformen etc. zu informieren, könne man auch per Telefon oder per Skype mit den zuständigen Ansprechpartnern der Klinik in Kontakt treten. Auf die Frage, wie damit umgegangen werde, wenn eine Behandlung bzw. Operation nicht wie erwünscht verlaufe, antwortete Matsiushchanka, dass es keine absolute Garantie geben könne: „Erst einmal gehen wir von solch einem Fall nicht aus. Wir gehen zu 80 Prozent davon aus, dass die Behandlung gelingt. Die restlichen 20 % liegen bei dem Patienten.“ tbs

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