Gemächlich schreiten Elefanten durch die Savanne. Büffel äsen in den wasserüberfluteten Ausläufern des Okavango-Deltas, während im Schatten eines Busches Löwen dösen: In Botswana kann man dieser afrikanischen Idylle ganz nahe kommen. Das liegt vor allem daran, dass sich das Land dem Schutz seiner Wildnis mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna verschrieben hat. Besonders Elefanten und Nashörner sind auf den Schutz des Menschen angewiesen, denn Wilderer haben es seit einigen Jahren verstärkt auf ihr wertvolles Elfenbein abgesehen.

Botswana ist das Partnerland der diesjährigen ITB und nutzt die Messe als Plattform, um über Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus zu informieren. „Unsere Nachricht an die Welt ist: Wir nehmen Naturschutz ernst“, sagte Botswanas Umweltminister Tshekedi Khama bei der gestrigen Eröffnungspressekonferenz. Botswana hat bereits im Jahr 2014 ein striktes Jagdverbot verhängt, um seine einzigartige Flora und Fauna, die auch viele bedrohte Tierarten wie das Weiße Nashorn umfasst, zu schützen. Dass sich hier bereits erste Erfolge abzeichnen, schilderte Khama am Beispiel der Elefantenpopulation. In Botswana leben derzeit zwischen 170000 und 220000 dieser Tiere – es ist die größte Elefantenpopulation Afrikas. Der Tourismusminister zeigte sich stolz, dass im vergangenen Jahr nur ein Verlust von 32 Tieren verzeichnet werden konnte. Das sei ein sehr guter Wert, wenn man den Vergleich mit anderen afrikanischen Ländern zieht: Dort seien es zum Teil 90 Elefanten täglich, die ihr Leben verlieren – meistens aufgrund von Wilderei.

Auf der ITB präsentiert sich Botswana als Vorreiter für nachhaltigen Tourismus. „Immer mehr Lodges sind öko-zertifiziert, es gibt elektrische Autos, elektrische Boote und sogar ganze Farmen, die mit Solarenergie betrieben werden“, sagte Cynthia Mothelesi von Botswana Tourism nur einige Maßnahmen, die den Tourismus in Botswana umweltfreundlich machen.

Botswanas Nachhaltigkeitsgeschichte ist lang. Es ist ein stetiger Prozess, der aber auch nicht immer reibungslos ablief. Viele San, die Ureinwohner Botswanas, mussten im Rahmen von Umweltschutzprojekten umgesiedelt werden. Durch das 2014 verhängte Jagdgesetz fühlten sie sich in ihrer traditionellen Lebensweise eingeschränkt, lebten sie doch vielerorts noch von der Jagd. Das Ziel ist es eine gemeinsame Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind, zum Beispiel durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in den neu entstandenen Parks. ach

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