Nach der Industrie 4.0, die für die Maschine-zu-Maschine-Kommuikation im Produktionsprozess steht, ist auf der ITB der Begriff „Travel 4.0“ in aller Munde. Die Messe versteht darunter vor allem touristische Serviceleistungen durch menschenähnliche Roboter. Auf der Projektpräsentation „Wandern 4.0“ wurde die Versionsbezeichnung einmal ganz anders verwendet: Nach den Projekten Wanderbares Österreich (1.0), Lehrwanderwege (2.0) und Geprüfte Wanderqualität (3.0), stellten Eckhart Mandler, Geschäftsführer der österreichischen Wanderhotels, und Sieghard Preis, Chef des Reisemanagers TAO, „Wandern als ganzheitliches Erlebnis“ (4.0) vor. Zu diesem Zweck schlossen sich sechs Dörfer aus der Alpenregion zu „Europas Wanderdörfern“ zusammen, darunter Lech am Arlberg und Pfronten im Allgäu. Ihnen sollen in Zukunft rund 30 weitere Dörfer folgen, um den Wanderern eine Vielfalt an verschiedenen europäischen Landschaften unter einem Gütesiegel zu bieten. Die Kriterien des Siegels sind trotz 4.0-Label ganz untechnologisch: Sie umfassen eine dörfliche Leitidee, ein positives Erscheinungsbild und ein Leitsystem mit Wanderstartplatz und Orientierungssystem. Außerdem muss im Dorf mindestens drei Wanderbetriebe bieten, wer sich dem Projekt anschließen will. Der Teilnehmerkreis soll zukünftig auch über die Alpen hinaus erweitert werden. Die Idee sieht laut Reisemanager Preis vor, dass demnächst etwa Dörfer aus der Provence oder dem brandenburgischen Flachland der Hochgebirgs-Initiative beitreten können. fep

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