In diesem Jahr findet die ITB Berlin zum 50. Mal statt. Was 1966 noch mit fünf Ländern auf 580 Quadratmetern begonnen hat, ist über die Jahre zur weltweit größten Tourismusmesse angewachsen. Vom 09. bis zum 13. März präsentieren sich dieses Jahr über 180 Ländern, die die komplette Messefläche von 160.000 Quadratmetern ausfüllen. Damit hat sich die Größe der ITB mehr als verzweihundertfünfzigfacht. 

Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren als Thema stark an Bedeutung zugenommen. So begrüßt in Europa erstmals ein humanoider Roboter die Besucher der ITB Berlin. Als Messehostess gekleidet sieht ChihiraKanae erstaunlich echt aus. Sie gibt Informationen über die Messe, ihr Alter, Geburtstagsdatum und Sternzeichen, doch ihr Gewicht will sie nicht verraten. Bisher waren Roboter dieser Art nur im Herstellungsland Japan zu sehen.

Ebenfalls nimmt die Anzahl der 3D-Brillen an Messeständen verschiedenster Art zu. Virtual Reality bringt neue Chancen in der Reisebranche mit sich. Dadurch bekommen Touristen noch im Heimatland einen Vorgeschmack auf Hotels, Strände und Sehenswürdigkeiten im Urlaubsort. 25 der 200 stattfindenden Kongressveranstaltungen widmen sich in diesem Jahr der Digitalisierung der Reisebranche.  

Neben dem digitalen Wandel sorgen zwei weitere Themen für Gesprächsthema auf der Messe. Sicherheit und die anhaltende Flüchtlingsproblematik stellen Herausforderungen für die Reisebranche 2016 dar. Terroranschläge in beliebten Reiseländern hemmen die Reisebuchungen vieler Touristen. „Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die drei Volumenmärkte Türkei, Ägypten und Tunesien noch deutlich weniger Buchungen bei den Reisebüros als zum gleichen Vorjahreszeitraum“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes. Die Reisebranche ITB setzt gegen die Verunsicherung mit Themenabenden, Veranstaltungen und den altbewehrten Marketingstrategien: schöne Bilder und bunte Kostüme.

Die heutige Eröffnung der Messe ist auch Anlass für eine weitere Neuerung: Verträge für eine ITB China werden unterschrieben. Ab 2017 wird die Tourismusmesse dann auch in Shanghai stattfinden. Und, wer weiß, vielleicht werden dann schon alle Aussteller von Robotern abgelöst. ane

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