381195_318277748206952_645631164_nDie Zukunft des Wintertourismus steht auf wackeligen Beinen. Eigentlich allen längst bekannt, dass die Menschen selbst den Klimawandel herbeigeführt haben; auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) Berlin verdeutlichen Reiseunternehmen, die mit Schneebildern werben, die Veränderungen: Im vergangenen Jahr wurde in Finnland die höchste Temperatur seit 1935 gemessen, in so manchem Skigebiet können die Skifahrer zwar auf weißem Schnee hinuntersausen, neben den Pisten aber ist das Gras noch beinah grün. Gletscher schmelzen, Eisberge lösen sich, in Lesotho, einem kleinen Bergland inmitten Südafrikas gelegen, gibt’s mittlerweile statt zwei, vier Jahreszeiten. Nicht nur die Kultur wird weltweit von Umwälzungen, Trends und Revolutionen geschüttelt, das gesamte Ökosystem wird beeinflusst.

Auch der Tourismus bekommt die Klimaveränderungen zu spüren. Es sind kleine Facetten der Natur, die beim ersten Hinschauen gar nicht auffallen mögen. Denn der Wintertourismus insgesamt steht nicht schlecht da, manche Vertreter sprechen sogar von einem leichten Anstieg der Einnahmen. Der Klimawandel habe unterschiedliche Auswirkungen, bisher spüren ihn die Regionen mit Skigebieten noch nicht so sehr, so Marcel Wojtera, Marketing und Sales Manager von Skiset in Deutschland. „Ernstzunehmende Folgen auf meine Firma werden klimatische Veränderungen erst in 100 Jahren haben. In den nächsten 20 bis 30 Jahren wird mehr oder weniger alles beim Alten bleiben“, ist er überzeugt. Das bestätigen auch Vertreter aus Dänemark und Südtirol: Erst längerfristig befürchten sie dramatische Folgen. Der Schneefall variiere zwar von Jahr zu Jahr, was aber derzeit nicht weiter bedenklich sei. Im restlichen Norditalien allerdings, im Veneto zum Beispiel, kann man inzwischen einen Umschwung feststellen: Die Wintersaison hat sich um zwei Monate verkürzt. Hinzu kommt, dass der Skitourismus zudem für viele Familien zu teuer ist.

Ein finnischer Reiseveranstalter auf der ITB Berlin hat sein touristisches Angebot für den Winter bereits erweitert, sodass sein Unternehmen nicht auf einen kräftigen Schneefall angewiesen ist. Wenn es nicht genügend schneit, stehen Mountainbike und Schneeschuhwandern auf dem Programm, denn das ist auch bei wenig Schnee möglich. Das Unternehmen findet allerdings dass, die Schwarz-weiß-Malerei um die Diskussion im Klimawandel uns nicht weiter bringt. „Viele sind überzeugt, dass Menschen durch die Umweltverschmutzung die alleinigen Verursacher für die Steigung der Durchschnittstemperatur darstellen,“ sagt er. Die anderen betrachten den Klimawandel als eine unabhängige Entwicklung der Evolution. „Beide Ursachen sollten in Wissenschaft und Medien weit differenzierter angegangen werden.“ (ana)

Foto: http://www.jugendfotos.de/media/111249-winterzauber

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