Der Duft von Curry breitet sich zur Mittagszeit an den Ständen der indischen Halle aus. Mitverantwortlich dafür ist Ashok Kumar, der auf einem Rollwagen Wärmecontainer, in denen sich warme Mittagessen befinden, durch die Halle schiebt. Überall legen Aussteller ihre Arbeit nieder und machen sich über ein Mahl aus wahlweise Hühner- oder vegetarischem Curry, Linsen und Brot her, dargereicht in einfachen Aluminiumverpackungen. Diesen Service behalten sich die indischen Anbieter vor. Geliefert wird das Essen vom in Berlin-Charlottenburg ansässigen Restaurant „Calcutta“.

Das Beliefern der indischen Stände durch das seit über 50 Jahren bestehende Restaurant hat eine lange Tradition. Wie Geschäftsführer Ashok Kachroo erklärt, ist das „Calcutta“ seit über 25 Jahren auf der Internationalen Tourismusmesse Berlin tätig. Dabei beschränken sie sich ausschließlich auf den indischen Bereich. „Die ganze Messe könnte ein einzelnes Restaurant nicht beliefern“, sagt Kachroo.

Manche seiner Kunden kennt der 69-jährige schon seit Anbeginn der Kooperation mit der ITB Berlin. Er bezeichnet sich und den Catering-Service als „Verbindungspunkt für 100 Aussteller“. Zusätzlich treffen sich jedes Jahr Minister der indischen Bundesstaaten bei im „Calcutta“, einige bringen Geschenke aus der Heimat mit.

Dass sich der Service nur auf Halle 5.2 beschränkt, hat neben der Logistik noch einen weiteren Grund: „Viele der indischen Aussteller wollen auf der Messe das essen, was sie von zu Hause kennen“, sagt Ashok Kumar. Er und sein Kollege kümmern sich darum, dass die Mahlzeiten zu den Kunden kommen. Das Angebot ändert sich dabei von Tag zu Tag. Heute gibt es Hähnchen-Curry und Spinat mit Käse. Das Plastikbesteck wird gleich mitgeliefert. Zusätzlich zum Mittagessen hat Kachroo an diesem Tag von einigen Ständen einen Spezialauftrag bekommen: Für den Beginn des Holi, dem indischen Frühlingsfest der Farben, wollen manche Aussteller ihren Besuchern indische Süßwaren anbieten. Das farbenfrohe Fest ist an Kachroo nicht vorbeigezogen; auf seinen Wangen leuchten rosafarbene und orange Streifen.

Kein Zweifel, die Kundschaft ist zufrieden: Die Aluminiumschalen sind nach der Mittagspause komplett leergegessen, mehrere Aussteller loben das „Calcutta“. Kachroo selbst isst manchmal das Essen seines Restaurants, aber nicht immer. „Heute“, gesteht er, „habe ich mir eine Bratwurst gegönnt.“ (pzi)

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