Auf der ITB Berlin 2015 wird Nachhaltigkeit ausgezeichnet

In diesem Jahr wird auf der Internationalen Tourismusmesse Berlin (ITB) zum ersten Mal der World Legacy Award vergeben. Damit werden Unternehmen ausgezeichnet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Tourismus umweltfreundlicher zu gestalten. Ausgesetzt wurde der Preis vom Geographie- und Naturmagazin National Geographic.

In fünf Kategorien hat das Magazin je drei Unternehmen aus aller Welt in die engere Wahl gezogen. Die Firmen wurden allerdings nicht ausgesucht, sondern haben sich selbst für den Preis beworben. Durch ein langwieriges Prüfverfahren, das eine Begutachtung vor Ort und drei Juroren-Teams mit je drei Mitgliedern beinhaltet, wurden die Finalisten ermittelt.

„Der Preis ist herausragend“, wie Jim Stellmack von Delaware North Yosemite“ sagt, da es wichtig sei, nachhaltigen Tourismus zu fördern. Das amerikanische Unternehmen, das etwa Reisen in den nordkalifornischen Nationalpark organisiert, wurde in der Kategorie „Destination Leadership“ nominiert, hat also gezeigt, dass es Eigenschaften wie Umweltschutz, ökologische Nachhaltigkeit und für Touristen auch viele Hintergrundinformationen bietet. Zum Beispiel über das Wildleben im Park, über seine Geschichte oder auch über die vielfältigen Möglichkeiten, ihn sportlich zu nutzen. Somit hilft „Delaware North Yosemite“ mit, den Yosemite National Park zu erhalten und den Touristen einen lehrreichen, umweltfreundlichen Aufenthalt zu ermöglichen.

Die Auszeichnung von National Geographic wurde aus der Idee geboren, über Natur, Kultur oder auch die Bewohner einer bestimmten Region zu berichten, erklärt Sally Christ, eine Mitorganisatorin des World Legacy Award. „Tourismus muss ein Gewinn sein“, sagt sie. Der Preis sei ein Aufruf an Reiseunternehmer und Reisende, die Erde zu schützen. Denn ohne Natur oder kulturelle Interessen würde der Tourismus nicht funktionieren, so Christ.

Dass nur sechs der 15 Nominierten auf der Messe vertreten sind, erstaunt. Die Anwesenden allerdings freuen sich auf die Verleihung am Abend. Für Ryan Powell von andBeyond, einem südafrikanischen Tourismus- und Naturschutzunternehmen, ist es „sehr positiv, von Fachkollegen anerkannt zu werden“. Die Auszeichnung sei repräsentativ, findet auch Melbin Thomas von den „Orange County Luxury Resorts“ in Indien. Den Betreibern der zwei Lodges inmitten eines Naturparadieses im Südwesten Indiens ist es wichtig, die Natur zu bewahren. So verkaufen sie beispielsweise Wasser nicht in Plastikflaschen, da das die Umwelt nur unnötig belasten würde. Die meisten Besucher von „Orange County Luxury Resorts“ seien indischer Herkunft, immer beliebter würden die Lodges aber auch bei Engländern, Franzosen und Deutschen, so Thomas. Dass das Konzept von Orange County greift, bestätigt Siri. „Mein Urlaub in der Lodge in Coorg war wunderschön“, sagt die ehemalige Kundin.

Dass der World Legacy Award gerade auf der ITB Berlin vergeben wird, ist kein Zufall. Einerseits ist die Messe die wichtigste und größte Reisemesse der Welt, andererseits wird nachhaltiger Tourismus auch auf der ITB Berlin immer wichtiger. (pzi)

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