Bienvenido en México! Die ganze Welt ist während der größten Tourismusmesse der Welt, der ITB, zu Gast in Berlin. Doch Mexiko ist das offizielle Partnerland der Messe und so leuchten die sechs Buchstaben in den bunten Farben des Landes von Plakatwänden in der Stadt, über der Fassade des Haupteingangs bis hin zur Werbung auf dem gesamten Messegelände. Auf dem Stand Mexikos in Halle eins wirbt das Land mit seiner mehr als 3000 Jahre langen Geschichte. Neben den Stränden an der Pazifik- und Karibikküste, präsentiert Mexiko darüber hinaus jede Menge kulturelle Stätten, wie die Pyramiden der Mayas, Kolonialstädte oder auch traditionelle Märkte mit landestypischen Speisen, handgewobenen Stoffen und den typisch bunt bestickten weißen Blusen. Mit einer digitalen Animation können Besucher zusätzlich in einem Kurztripp über das gesamte Land fliegen. Die mexikanischen Aussteller sind offenbar stolz auf ihre Kultur und das ist auch auf der Messe in Berlin zu spüren.

Die Entscheidung für Mexiko als Partnerland fiel Ende November vergangenen Jahres. Eine weitreichende Entscheidung, denn schließlich steht das Partnerland während der ganzen fünf Tage der ITB im Rampenlicht. Von dem Partnerland wird verlangt, dass es neben viel Werbung und kleineren Veranstaltungen die Eröffnungsfeier der Messe gestaltet. Dabei wird klar, die Verpflichtungen, die ein Partnerland eingehen muss, sind an dessen finanziellen Möglichkeiten gebunden. Eine richtige Chance Partnerland der ITB zu werden haben dabei jedoch nur Länder, die bereits hohe Umsätze vor der Messe verbuchen können. „Mexiko hat eine neue Imagekampagne und versucht nun auch den Touristen vorher eher unbekannte Regionen vorzustellen. Dafür hat das lateinamerikanische Land einen internationalen Partner gesucht, um das neue Konzept bekannt zu machen“ sagt Astrid Zand, Pressereferentin der ITB.

Image ist für alle Länder ein wichtiges Thema. Und Mexiko hat in letzter Zeit nicht nur gute Presse gehabt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wird von Reisen in Regionen wie im Norden Mexikos, zum Beispiel der Tierra Caliente, Zacatecas oder San Luís Potosí abgeraten. Auch die dort gelegenen Großstädten wie Tijuana, Monterrey und Torreon sind für Reisende derzeit nicht sicher.

„Mexiko gilt als gefährlich. Durch lückenhafte Kenntnisse über das Land entsteht ein schlechtes Image“, erklärt Clarissa Benecke, PR- Referentin am mexikanischen Stand. „Dabei vergessen viele, dass Mexiko ein wahnsinnig großes Land ist und es somit auch nur in bestimmten einzelnen Gebieten gefährlich werden kann. Deswegen versucht Mexiko bestehende Berührungsängste mit einer großen Präsenz auf der Messe zu verkleinern.“

Auch Mauricio Reyna, Geschäftsführer der touristischen Standorte in Mexiko-Stadt, sagt: „Der Anstieg des Tourismus ist in Mexiko von nationalem Interesse und 20 Prozent der Touristen kommen aus Europa. Als Partnerland auf der Messe erhoffen wir uns eine Investition für die Zukunft getätigt zu haben und damit die Wirtschaft anzukurbeln.“

Das hat auch Indonesien bemerkt, das im vergangenen Jahr das Partnerland der ITB war. Augustini Rahayou, die stellvertretende Leiterin der internationalen Tourismusförderung in Europa, spricht von einem Anstieg der Tourismus-Einnahmen für das asiatische Reiseland im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent. Durch die Messe und die dazugehörige Presse stieg das Interesse an Indonesien deutlich. „Zwar musste das Tourismusministerium tief in die Tasche greifen, aber die Ausgaben haben sich gelohnt: Ein Vierfaches an Gewinn konnte das Land im Folgejahr verbuchen.“

Auch ein Jahr später wirkt sich die Messe für Indonesien noch positiv aus. Mexiko erhofft sich einen ähnlich guten Effekt durch die Präsenz auf der ITB 2014. (leu)

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