Wie funktioniert Atmosfair?

Klimaschutz finden viele Pauschalreisende gut, dafür zahlen wollen bislang aber nur die Wenigsten

Ein kurzer Flug nach London: Dabei verursacht ein Reisender durchschnittlich 500 Kilogramm CO2-Emissionen. Eine ganze Menge – und vor allem sehr umweltschädlich. Die Klimaschutzorganisation Atmosfair bietet seit geraumer Zeit an, CO2-Emissionen bei Reisen mit dem Flugzeug zu kompensieren.

Laut Kompensationsrechner der Klimaschutzorganisation kostet es allein zwölf Euro den kurzen Flug nach London zu kompensieren. Die eingenommenen Gelder fließen in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, wo die identische Menge der ausgestoßenen Emissionen eingespart wird.

Das Konzept ist gut, finden auch viele Reisende, aber wenn es dann darauf ankommt den Beitrag zu zahlen, zögern sie offenbar. Als erster Reiseveranstalter übernimmt seit Neuestem der Südamerika-Spezialist Viventura die Kosten der CO2-Kompensationen für die Transatlantikflüge seiner bestverkauften Reisen.

Laut Anbieter können die Gäste zu insgesamt zehn Terminen mit Atmosfair-Beitrag reisen – ohne Aufpreis. Rund 120 weitere Veranstalter im Forum Anders Reisen hoffen, dass die Kunden freiwillig den Atmosfair-Beitrag bezahlen.

Die Möglichkeiten, seine CO2-Emissionen zu kompensieren, sind groß. Auf dem Markt tummeln sich weitere Anbieter wie GoClimate und die Schweizer Klimaschutzorganisation MyClimate. Nur die Nachfrage der Kunden ist noch gering. In Branchenkreise spricht man von nur einem geringen einstelligen Prozentsatz aller Pauschalreisenden. (vea)

 

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