Tipps für Firmen und Blogger, wie komplizierte Inhalte interessanter werden.

Audrey Scott und Daniel Noll beraten unter dem Namen „uncornered market“ Firmen und Organisationen, die ihr Marketing aufpeppen wollen. Für young press erklären sie, wie zum Beispiel ein Thema wie „Kayaking in Südfrankreich“ zu einer spannenden „Geschichte“ werden kann.  „Unter Begriffen wie Ecotourism oder Nachhaltigkeit kann sich oft keiner Konkretes vorstellen“, so Noll. Das Gegenmittel: Nicht einfach mit Begriffen um sich werfen, sondern lieber Geschichten erzählen – auf Englisch „storytelling“. Mit Geschichten ist nicht gemeint, einen Roman zu schreiben. „Eine Geschichte kann alles sein, sei es ein Bericht auf einer website oder auch nur ein tweet“, sagt Noll.

Daniel Noll erklärt "Digital Storytelling" Anhand des Beispiels Morgan's Rock in Nicaragua

Daniel Noll erklärt „digital storytelling“ anhand des Beispiels Morgan’s Rock in Nicaragua

Auf jeden Fall sollten „storyteller“ eine lange Auflistung von Fakten zu Nachhaltigkeit und Ökologie vermeiden. Vielmehr heiße es, diese Worte mit Emotionen zu füllen, mit Inhalten. Eine Geschichte zu Kayaking müsste man  so bearbeiten:

1) Personalisieren: Analysieren, wer an dem Angebot beteiligt ist. Ist es der Reisende, ist es der Guide, der im Vordergrund steht? So könnten die Beweggründe, warum ein Tourguide diesen Job gewählt hat oder was ein Tourist mit dem Ort verbindet, für eine „Geschichte“ sehr spannend sein.

2) Illustrieren: Mit allen Medien arbeiten. Bilder, Texte, Videos und alles andere, was die Technik noch so hergibt, einbinden. Insbesondere Geräusche könnten eine wichtige Rolle spielen. „Paddler sind so leise, dass sie oft ganz nah an Vögel herankommen, Geräusche unverfälscht aufnehmen“, weiß Scott. Zu erleben, dass dies am beworbenen Ort möglich sei, könne die „Geschichte“ daher sehr gut erzählen. Es muss aber nicht gleich ein Video sein. Fotos unterlegt mit zwitschernden Vögeln, plätscherndem Wasser könnten neben Videos genauso effektiv sein.

3) Streuen: Die Materialien auf allen Kanälen der sozialen Medien herausgeben. „Für Fotos könnte Instagram sehr passend sein“, so Scott, schließlich sei es sehr bildlastig. Ein besonderes sinnliches Format für Bilder einer Kayakreise könne Pinstagram sein. In Form einer virtuellen Pinnwand dargestellt wirke die Präsentation der Fotos dort „sehr visuell“. Für Videos sei Youtube wie gemacht. Idealerweise per facebook veröffentlicht, um dieses auch zu verbreiten. Nicht zu vergessen natürlich die eigene website, sofern vorhanden.

Daniel Noll und Audrey Scott erkären Storytelling im digitalen Kontext

Daniel Noll und Audrey Scott erkären storytelling im digitalen Kontext

Über die genaueren technischen Schritte und Möglichkeiten, die sozialen Netzwerke bieten, referieren Scott und Noll auf der ITB am Samstag, 9. März. Ort: Halle 7.1c auf der eTravel-Stage. Mehr Infos: http://www.itb-berlin.de/Besucher-Service/Fachbesucher-Service/RecommendedForBloggers/Tagesempfehlungen/VierterTag/