Foto: Der Landschaftspark Duisburg-Nord bei der ExtraSchicht, Nacht der Industriekultur. Quelle: Ruhr Tourismus/ Jochen Schlutius

Hören Menschen das Wort „Duisburg“, denken sie nicht automatisch an die Loveparade-Katastrophe. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der FH Westküste für Wirtschaft und Technik in Heide. Prof. Bernd Eisenstein stellte die Untersuchung am Donnerstag auf der ITB Berlin 2012 vor. ‚Was fällt Ihnen zum Reiseziel Duisburg ein?’ – das hatten er und seine Mitarbeiter etwa 1000 Bundesbürger zwischen 16 und 64 Jahren im Auftrag von Duisburg Marketing gefragt. Die erste Befragung fand im Herbst 2010 statt, die zweite ein Jahr später.

Die Bilanz: „Die meisten Nennungen entfielen auf das Grundimage der Stadt“, sagte Eisenstein. Dazu gehören der Ruhrpott, Industrie/Kohle/Stahl und der Binnenhafen. Etwa jeder zehnte Befragte nannte 2010 Begriffe wie Loveparade, Loveparade-Katastrophe, Todesfälle oder Massenpanik. Ein Jahr später war es laut Studie noch jeder Zwanzigste. „Das zeigt, dass die Loveparade bei den Bundesbürgern als Assoziation an Bedeutung verliert“, sagte Eisenstein.

Ein weiteres Ergebnis: Das Abwahlverfahren gegen den ehemaligen Oberbürgermeister Adolf Sauerland spielt in der bundesweiten Wahrnehmung der Stadt keine Rolle. „Das waren nicht messbare Einzelnennungen.“ Dass sich die OB-Abwahl auf Duisburgs Image positiv auswirkt, wollte Uwe Gerste von Duisburg Marketing nicht bestätigen. „Für uns war wichtig, dass das Abwahlergebnis eindeutig ausfällt – egal ob für oder gegen Sauerland.“

Für die Zukunft hatte Bernd Eisenstein eine Empfehlung parat: „Duisburg muss aktiv etwas dafür tun, dass die Loveparade nicht dauerhaft in den Köpfen bleibt.“ So solle Duisburg stärker als bislang auf Städtetourismus und Industriekultur setzen, wie auf das Vorzeigeprojekt Landschaftspark Nord.

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