Foto: Prof. Hans-Werner Sinn, Volkswirt und Chef des Münchener ifo Instituts, spricht bei der Kongresseröffnung der ITB Berlin 2012 über die Entwicklung der Weltwirtschaft. Quelle: ITB Berlin 2012

Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt. „Die Finanzkrise ist keine Tourismuskrise“, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Hartmann am Mittwoch auf der ITB Berlin 2012.

Obwohl die Medien intensiv über die weltweite Wirtschaftskrise berichten, wirke sich die Krisenstimmung nicht auf die Reisebranche aus. Die Deutschen seien Konsumoptimisten. Die Ursache sieht Hartmann in der gesunkenen Arbeitslosenquote. Mit mehr Geld in der Tasche könne man auch mehr ausgeben. Wer hierzulande dennoch mit weniger Geld auskommen muss, kürze lieber bei Essen und Trinken, bei der Kleidung oder beim Ausgehen. „Am Urlaub sparen die Deutschen als letztes.“

In unsicheren Zeiten geht der Trend hin zum Urlaub im eigenen Land: Statt um die Welt zu fliegen, verbringen immer mehr Deutsche ihre Ferien lieber zwischen Flensburg und Garmisch. Von den Umbrüchen in der Arabischen Welt profitieren laut GfK insbesondere die Kanarischen Inseln und die Türkei. Das Land am Bosporus zieht in der Finanzkrise zudem viele Griechenland-Fans an. Hans-Werner Sinn, Chef vom Münchener ifo Institut, hat dafür eine Erklärung parat. In der Türkei könne man genauso gut Urlaub machen wie in Griechenland – allerdings zum halben Preis.

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