Quelle: flickr / Siri B.L.

Asmara lautet der Name der Hauptstadt Eritreas. Für die 601.000 Einwohner Stadt im Süden des Landes ist eines charakteristisch: die weltweit größte Ansammlung von Gebäuden im Stil der 30er Jahre. Asmara gilt als eine der schönsten Hauptstädte Afrikas. Wussten Sie das?

Vermutlich nicht, und genauso wenig weiß man wohl über das schmale Land im Nordosten Afrikas und dessen Tourismuspotenzial. Urlaub in Eritrea? Das klingt nach bitterer Armut, Hitze und Gefahr, nicht aber nach Architektur, Gebirge, Wüsten- und Vulkanlandschaften, Höhlenmalereien, Steppe und Tieren. Dennoch konnte sich nach der Unabhängigkeit 1993 ein Hauch von Tourismus für „speziell Interessierte“ so Prof. Dr. Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen, entwickeln. Ein Tourismus, an den viele Hoffnungen geknüpft seien. Alle Zukunftsvisionen brachen abrupt ab, als es 1998 zum Grenzkrieg mit Äthiopien kam.

Eritrea hat Tourismuspotenzial. Das alleine reicht aber nicht, um das Land für Touristen attraktiv zu machen. Eritrea belegt den letzten Platz bei Reporter ohne Grenzen und die politischen Beziehungen zu Äthiopien sind instabil. Touristen aber suchen nach Stabilität und Sicherheit. Negative Schlagzeilen über Menschenrechtsverletzungen schrecken sie nur.

Schreck und Unsicherheit prägen auch das Image von Haiti, dem anderen kleinen Entwicklungsland, das am touristischen Kuchen teilhaben möchte. Zwar wurde dieses Jahr wieder Karneval gefeiert, und Haiti vergaß für einen Moment das Trauma, dass das Erdbeben am 12.1.2010 ausgelöst hat und „das Land in die Steinzeit katapultierte“. Doch Haiti „is still alive“, so die Moderatorin der Veranstaltung Haiti ein Jahr nach dem Erdbeben. Auch wenn die Koordination der Projekte und Hilfsorganisationen noch immer schwierig ist, „Haiti wird teilhaben an der Zukunft“, versichert der haitianische Botschafter Patrick Saint-Hilaire optimistisch.

Haiti hofft dringend auf die Tourismuswirtschaft. Schon jetzt sind zwei internationale Flughäfen in Planung, die in zwei bis drei Jahren Touristen empfangen sollen. 50.000 km karibische Küstenlinie warten nur darauf, von Urlaubern besucht zu werden. „Wir suchen Investoren, wir brauchen Hotels“, betont der Botschafter. Haiti habe nicht viel Geld, da die Natur kein Gold hergebe, dafür aber eine interessante Kultur und Geschichte. Haiti richtet sich auf, so scheint es, und geht selbstbewusst und entschlossen der Zukunft entgegen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s