Foto: Quietschbunt – die Monster von jenseits der Oder. Quelle: Pressemappe des polnischen Fremdenverkehrsamts.

„Toll gemacht“, findet Sabine Gellert, als sie vor der Bühne in Halle 15.1 steht und der polnischen Liveband beim Spielen zuschaut. Ihre kleine Tochter hingegen ist ganz vom Spiel eines kostümierten Maskottchens absorbiert. Umringt von Hunderten, die am ersten Besuchertag der ITB Berlin 2011 in die Ausstellungshalle des diesjährigen Partnerlandes strömen, sind beide sichtlich angetan von den optischen Reizen, die zur Augenweide der Besucher aufgefahren werden.  3D-Filme, Monsterfiguren und stylische Präsentationen entlocken den Besuchern „Aaahs“ und „Ooohs“ – Polen präsentiert sich dynamisch.

Viel ist investiert worden in den Messeauftritt, und das sieht man auch. 72 Aussteller versammeln sich auf 1500 m², so viele wie noch nie. Doch hat es sich gelohnt? „Durchaus“, meint Magdalena Beckmann vom polnischen Fremdenverkehrsamt. „Es lief bisher alles bestens, und die Medienaufmerksamkeit stimmt uns sehr zufrieden. In die Monster haben wir Mitarbeiter uns inzwischen schon ein bisschen verliebt.“ P.O.L.E.N. für jeden der Buchstaben im Landestitel ist ein buntes Monster entworfen worden, und vor allem die Kleinen quietschen vergnügt, sobald eine der mysteriösen Figuren auftaucht. Als Statuen stehen sie derzeit in ganz Berlin verteilt, etwa am Breitscheidplatz. „Wir wollen ein anderes Polen zeigen“ erklärt Beckmann, „ein junges, dynamisches, modernes Polen. Für die Zukunft möchten wir vor allem junge Leute nach Polen einladen.“ Leute, die gern auf Festivals gehen und in treibendes Nachtleben eintauchen wollen. Leute, die Aktivurlaub machen.

Oder Leute wie Sabine Gellert. Die 30-Jährige fährt in diesem Jahr erstmals zum Wellness-Urlaub nach Polen. „Das könnte ich mir hier in Deutschland kaum leisten.“ Auch dafür wirbt das Land auf der ITB 2011, um junge Klientel anzuziehen. Denn die hat wenig Lust auf die altbekannten Kurorte, die aus Deutschland traditionell von älteren Jahrgängen besucht werden. Moderne Wellness-Behandlungen? „In Polen auf höchstem Niveau, und weitaus billiger als in Deutschland“, versichert Magdalena Beckmann.

Wie kommt der Auftritt von jenseits der Oder bisher bei den Besuchern an? „Ich habe viel positives Feedback bekommen, zum Beispiel von der Eröffnungsveranstaltung. Unsere Idee eines 3D Films kam bei den Leuten richtig gut an. Auf diese Idee war hier zuvor noch niemand gekommen.“ Schon 2004 habe Polen bei der ITB Berlin den Antrag gestellt, Partnerland zu werden.  Und dieses Jahr sei dafür ideal, sagt sie, „wegen der EM 2012.“

„Das Einweihungsspiel im neuen Fußballstadion von Warschau wird ein Freundschaftsspiel sein: Deutschland gegen Polen.“  Filip Kwiatowski strahlt über beide Ohren, wenn er von der kommenden Europameisterschaft in seiner Heimatstadt erzählt. Er steht an einem Stand, der extra für die EM in der Hauptstadt unseres östlichen Nachbarlands wirbt. „Die Besucher sind auch sehr interessiert. Ich denke, es war eine gute Idee, diesen Stand zusammen mit den anderen zu machen. Hier stehen ja auch Gdansk, Kraków, Mazury.“ Polen freut sich das Großevent 2012, das in Polen und der Ukraine stattfinden wird. Und auf die vielen baldigen Besucher.

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