Foto: Marcus Schoft und Max Dahmer. Quelle: Marcus Schoft.

Voll beladen mit Taschen, Postern, Kugelschreibern und unzähligen anderen Kleinigkeiten ziehen die urlaubshunrigen ITB Berlin-Besucher durch die Hallen. Es scheint als würde manch einer sogar die Gesundheit seiner Bandscheiben oder seinen guten Ruf mit den vielen Taschen aufs Spiel setzten.

Um beispielsweise eine der kultverdächtigen Brillen von dem Hostelbetreiber Superbude zu bekommen, geben die Geschenkesammler alles. Verkleidet mit einer ausgefallenen Perücke und einer aufgeblasenen Gitarre gilt es ein möglichst verrücktes Video zu drehen.„Für die Brille tun sie einfach alles“, stellt Jörn Hoppe von Superbude Hostels fest. Bisher wurden etwa 700 Brillen unter die Menschen gebracht. Den glücklichen Brillengewinnern winkt vielleicht noch eine Reise. Denn das Video, das im Internet die meisten Klicks bekommt gewinnt eine Übernachtung in der Superbude.

Auch beim L’TUR-Stand geht es heiß her. Der Eventmanager Dieter Hoffmann lockt die vorbeiströmenden Massen mit lukrativen Geschenken. Einfach verschenken kommt für ihn aber nicht in Frage. Bei Bobbycar-Rennen oder Volleyballspielen müssen die Interessenten sich ihr Geschenk hart erkämpfen. Immerhin verteilt Hoffmann Geschenke im Gesamtwert von 3.000 Euro. Da ist schon mal ein 100 Euro Gutschein drin, für denjenigen der die pinke Badehose anzieht. Für Mareike Lippelt hat sich das Volleyballspiel gelohnt. Sie hat ein hochwertiges Badetuch gewonnen. „Lächerlich machen würde ich mich aber nicht“, erklärt die junge Messebesucherin.

Während der Kugelschreiber an jeder Ecke wartet, stößt der aufmerksame Messebeobachter auf viel Skurriles. In Costa Rica gibt es eine Rotfichte, in Südafrika wartet das afrikanische Blasinstrument, eine Vuvuzela, in Südkorea hilft Kim Jong beim Basteln eines Lampions und an den Ständen vom Jemen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und von Indien werden die Hände der Interessierten mit Hennatatoos verziert. Sehr beliebt sind auch Namensschilder in Sprachen, wie Koreanisch oder Arabisch. Beim leeren der Taschen wird sich zeigen, welcher Aussteller mit seinem Präsent am längsten in Erinnerung der Reiselustigen bleiben wird und damit vielleicht in sein Land lockt.

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