Foto: Buntes Frankfurt. Quelle: Kristine Arndt

Sie haben viel Geld und keine Kinder: Sie lieben exklusive Reisen und sind bereit, dafür viel Geld auszugeben – DINKS. Diese Abkürzung steht für double income no kids und beschreibt für Stadtmaketingmanager einen dicken Fisch, den es gilt in die eigenen Gewässer zu locken.

Frankfurt am Main spitzt diese Zielgruppe noch etwas mehr zu: „Schwule und Lesben sind als Publikum sehr interessant“, erläutert Jasmin Bischoff. Sie war maßgeblich an dem Projekt des Gay guide der Stadt Frankfurt beteiligt. „Natürlich haben Schwule und Lesben keine anderen Bedürfnisse, aber wir halten mit dem Guide für sie spezielle Szene-Tipps bereit,“ verrät Bischoff und hofft damit, die begehrte Klientel an den Main zu locken.

Der Gay Guide ist eine ganz normale Werbebroschüre, die – sieht man einmal von der AIDS-Beratung ab – auf nur einer einzigen Doppelseite besonders wird. Neben Szeneclubs werden hier auch Hotels nur für Homosexuelle empfohlen.

Die 19 Seiten starke Broschüre liegt auf der ITB Berlin zum ersten Mal aus. Bald soll sie aber vor allem in Amerika verteilt werden. „Laut einer Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus ist ein Großteil der Amerikaner mit Reisepass schwul“, sagt Bischoff. Diese Studie und Marktforschung über Einkommensgruppen sind der Grund für Konzepte wie der Gay guide. Frankfurt wartet und wirbt mit dem Heft in Regenbogenfarben ganz gezielt um homosexuelle Touristen, die der Zielgruppe entsprechen – und möglichst viel Geld in der Stadt spülen.

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