Foto: Akwaaba-Ensemble der Musikhochscule Henningsdorf währed der Verleihung des To Do!-Preises. Quelle: Jasmin Siebert

Zum 15. Mal wurde der TO DO!-Preis im Wettbewerb für Sozialverantwortlichen Tourismus auf der ITB Berlin 2010 verliehen. Die Gewinner sind Gambia is good und die Guludo Beach Lodge in Mosambik. 80 Prozent der bisherigen Preisträger stammen aus armen Ländern.

Mit Gambia is good wurde eine Initiative ausgezeichnet, die auf den ersten Blick wenig mit Tourismus zu tun zu haben scheint: Ein gärtnerisches Netzwerk, das in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1.000 Farmer geschult hat, um auf effiziente Weise Obst und Gemüse zu züchten. In Gambia werden die Lebensmittel überwiegend importiert. Gambia is good hat inzwischen einen Marktanteil von 35 Prozent erwirtschaftet. Der Bezug zum Tourismus ist dadurch gegeben, dass Gambia is good vor allem Hotels und Restaurants versorgt. Sie liefern Blumenkohl und Brokkoli – Gemüsesorten, die vormals nicht in Gambia gewachsen sind.

Mamud Touray erzählt in seiner Dankesrede eine kleine Geschichte, die vom Erfolg der Initiative zeugt: Illegale Auswanderung sei eines der Hauptprobleme in Gambia. Ein Rückkehrer aus Spanien sei inzwischen einer der besten Farmer bei Gambia is good.

22 Jahre war Amy Carter-James aus Großbritannien jung, als sie gegen das Elend der Welt ins Feld zog. Zuerst war die Idee da – mit einem touristischen Projekt die Armut zu bekämpfen – dann wurde der Ort ausgesucht. Die Wahl fiel auf Cabo Delgado, der ärmsten Provinz in Mosambik als Standort für die Guludo Beach Lodge. Diese Lodge wurde nun mit dem TO DO!-Preis ausgezeichnet. In Mosambik, einem Land, in dem die Lebenserwartung bei 37 Jahren liegt und eines von drei Kindern das fünfte Lebensjahr nicht erreicht.

Zwölf Prozent der Einnahmen aus der Lodge fließen in die Nema Foundation, die Carter-James und ihr Mann Tony Carter ebenfalls 2002 gegründet haben. Heute ist in der gesamten Provinz sauberes Trinkwasser erschlossen, 550 Kinder werden mit gesundem Schulessen versorgt, die Malaria wird bekämpft. Mit der Bevölkerung vor Ort wurde von Anfang an partnerschaftlich zusammengearbeitet. Die Bandas (Bungalows) wurden beispielsweise ausschließlich mit Materialien aus Mosambik erbaut. „Wir möchten den Rest der Welt überzeugen, dass Tourismus der richtige Weg ist, um die Armut der Welt zu bekämpfen“, schließt Carter-James ihre Dankesrede bei der TO DO!-Preisverleihung.

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