„Das Spa der Zukunft – Welchen Weg nimmt der Markt?“ Das ist eine Frage, die auf der ITB Berlin für viel Gesprächsstoff sorgt. Zumindest auf dem Podium des Fachforums Wellness. Dabei ging es vor allem um medizinischen Tourismus, Gäste, Ökologie und Nachhaltigkeit, Ernährung, Mitarbeiterteams und Design. Im Fokus standen dabei jeweils die potentielle Eröffnung von Spas.

Ein wichtiges Thema für die Spa-Branche ist der medizinische Tourismus. Dr. Harald Stössier von VIVA – Das Zentrum für Moderne Mayr-Medizin erzählte von Gästen, die ihre Gesundheit erhalten wollen: Sich mit alternativen Therapien behandeln lassen, wenn die Schulmedizin nicht geholfen hat. Im Vordergrund steht aber immer die Gesundheit. Dabei betonte er, dass diese Art des Tourismus im wesentlichen auf Vertrauen beruht. Karl-Arnold Schüle, Inhaber von Schüle‘s Gesundheitsressort und Spa, stellte fest, dass die medizinischen Touristen deutlich länger als Wellnessgäste bleiben.

Natürlich. Ökologisch. Nachhaltig. Diese drei Schlagworte waren ebenfalls nicht zu überhören. Dabei machte vor allem Samantha Foster von Spa Source Asia Limited den Unterschied zwischen natürlich und ökologisch deutlich. Sie betonte, dass nicht alles, was natürlich sei, auch gleichzeitig ökologisch ist. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob ein grünes Siegel sinnvoll sei. Andrew Gibson von Spa Mandarin Oriental Group hält dies für notwendig. Notwendiger als Produkte. Für Foster heißt das „Nachhaltigkeit für Gäste. Nachhaltigkeit für die Firma. Nachhaltigkeit für den Planeten.“

Auch die Ernährung ist wichtig. Alle waren sich einig, dass Spas in diesem Fall ihre Patienten beraten müssen. Nur wenn diese langfristig ihre Ernährung umstellen und sich gesund ernähren, dann hat die Gesundheit eine Chance.

Ein anderer wesentlicher Faktor für die Zukunft der Spas sind die Menschen, die dort arbeiten. „Was nützt das beste Spa, wenn Sie keine gute Software haben. Die Software sind die Mitarbeiter“, sagte Schüle. Aber was bedeutet dies für die Betriebe konkret? Schulungen. Haustraining. Qualitätsmanagement. Das scheinen die wesentlichen Bestandteile zu sein. Denn Schüle kritisiert „Es ist kolossal. Jeder Mitarbeiter hat zwar seine eigene Handschrift, aber die Leistungen sollten einheitlich sein.“

Neben diesen Faktoren führt schließlich auch das Design eines Spas in die Zukunft. Zu Beginn steht jedoch die Entwicklung eines Konzeptes. Erst wenn die Behandlungsmethoden feststehen, sollte das Design eine Rolle spielen. „Am meisten hat mich die Anzahl der Spas gewundert, die bevor sie überhaupt ein Konzept für Anwendungen hatten, designt wurden“, berichtete Jean Paul Blisset.

Welchen Weg sie auch nehmen – am Ende steht immer ein Spa. Auch in der Zukunft.

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