Foto: Prof. Dr. Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Quelle: Imke Schroeder

Fußball bringt Menschen zusammen. Bei Großereignissen, wie einer Weltmeisterschaft, sind gerade die Austragungsorte im Fokus und können sich zu Touristenmagneten entwickeln. Anhand der Beispiele Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main erläutert Prof. Dr. Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen, wie das Image einer Stadt durch eine Weltmeisterschaft geprägt werden kann. „Emotionalität ist der Schlüssel“, verkündet er. Über positive Gefühle hat eine Stadt die Möglichkeit, Bilder zu erzeugen und Touristen anzuziehen.

Bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 nahmen rund 21 Millionen Menschen in Deutschland am Public Viewing teil, und 3,36 Millionen Zuschauer waren in den Stadien live dabei. All diese Menschen stellen potenzielle Städtereisende dar. Von den Milliarden vor den Bildschirmen ganz zu schweigen.

Durch Umfragen fand Hartmann heraus, dass in diesem Jahr vor allem Berlin, Hamburg und Frankfurt an Attraktivität gewinnen konnten. So präsentierte Hamburg sich als Tor zur Welt mit dem Aufstellen von übergroßen, blau leuchtenden Toren über die ganze Stadt verteilt, und blieb so in bleibender Erinnerung. In Frankfurt a.M. griffen sogar die dort ansässigen Banken in die Tasche, um mit der SkyArena eine Bildcollage über die Fußballgeschichte auf ihre Hochhäuser projizieren zu lassen. Nach den Zahlen des Bremer Forschers blieben Städte wie Kaiserslautern, Dortmund und Mönchengladbach dagegen ohne ein konkretes Konzept als Austragungsort nicht im Gedächtnis der Befragten hängen.

Das kommenden Jahr ist eine Chance, es besser zu machen: Bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland haben neue Austragungsorte wie Sinsheim und Bochum die Möglichkeit ihr Image zu verbessern. Bisher fällt beispielweise zum Austragungsort Augsburg rund einem Drittel der Deutschen nichts ein. Eine neue Studie der Hochschule Bremen wird zeigen, inwieweit sich dieses Bild nach der Weltmeisterschaft geändert hat.

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