Die ReiseAnalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) gibt seit nun mehr 40 Jahren Einblick in das Reiseverhalten der Deutschen. Auch dieses Jahr stellen Dr. Peter Aderhold, Geschäftsführer der FUR und Prof. Dr. Martin Lohmann, Geschäftsführer beim N.I.T. in Kiel und wissenschaftlicher Berater der FUR auf der ITB Berlin 2010 erste Erkenntnisse der Tourismusentwicklung des letzten Jahres vor und geben Einblick in das Jahr 2010. Die wichtigste Nachricht: Der Markt ist trotz Krise stabil.

Eine konstante Größe seit mehr als zehn Jahren ist, dass ca. 75 Prozent der Deutschen jedes Jahr Urlaubsreisen machen. Die Referenten der FUR sprechen hier sogar von „stabiler Nachfrage auf hohem Niveau“. Beliebtestes Reiseziel ist und bleibt mit 33 Prozent Deutschland vor den europäischen (24 Prozent) und außereuropäischen Mittelmeerländern (9 Prozent). Die drei deutschen Top-Destinationen sind Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. „Komplettiert werden die Top 5 durch Niedersachsen und Baden-Württemberg“, so Aderhold. Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt für ihre Urlaubsreisen das Auto, gefolgt von Flugzeug und Bus. Bei der Reiseorganisation kam es 2009 zu einem Rückgang bei den Buchungen von Pauschal- und Bausteinreisen (-3 Prozent). Im Gegensatz dazu entwickelt sich der Sektor Einzelbuchungen (Unterkunft, Anreiseticket etc.) positiv. Internetbuchungen nehmen weiter zu. Auch die Ausgaben für Urlaubsreisen verändern sich. So wurden im Jahr 2008 noch 834 Euro pro Person und Reise ausgegeben. 2009 waren dies 820 Euro. Die Reisenden setzten vermehrt auf Sonderangebote, günstige Reiseziele und Urlaub in der Nebensaison. Der Trend zu nahen Reisezielen und einem Kurzurlaub an Stelle eines Urlaubsverzichts setzen sich weiter durch. Die deutsche Reisebranche ist sich sicher: das Urlaubsjahr 2010 findet trotz Krise statt.

Seit 1970 werden nun schon nach dem gleichen Prinzip einstündige face-to-face Befragungen von 8.000 Personen in 1.500 Orten Deutschlands durchgeführt. Diese traditionelle Marktforschungsuntersuchung in Privathaushalten wird seit Herbst 2007 durch die „Online-ReiseAnalyse“ unterstützt. Sie befragt immer in den Monaten Mai und November des jeweiligen Jahres 4.000 Reisende im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

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