Vural Öger berichtet über die Herausforderung im Tourismus. Quelle: Messe Berlin

Vural Öger, Inhaber von Öger Tours, hielt auf dem ITB Destination Day des ITB Berlin Kongresses seine Keynote Herausforderungen bei der zukunftsfähigen Gestaltung touristischer Destinationen. Die Zukunft im Tourismusgewerbe „kann auch einem erfahrenen Touristiker die Schweißperlen ins Gesicht treiben“, erklärte er direkt zu Beginn seines Vortrages. Schwierig sei das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Öger ist davon überzeugt, dass dieses Problem nicht zu Lasten Dritter gehen darf. Nur Balance sei zukunftssicher.

Für den Touristiker Öger ist Tourismus ein Abenteuer. Fremde Bräuche kennenlernen. Aber auch Sand und Meer. Schmecken. Riechen. Hören. Sehen. Fühlen. Urlaub heißt mit allen Sinnen erleben. Doch meist bedeutet Tourismus „organisierte Ödnis statt Individualität“. Für Öger liegt die Zukunft des Tourismus nicht im Massentourismus. Denn der Massentourismus habe bereits viel zerstört. Strände voller Müll. Abgeholzte Wälder. Schmelzen von Gletschern. Dagegen fordert Öger Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement. Destinationen sollen ihre Individualität wiederentdecken und gleichzeitig internationale Angebote in den Vordergrund rücken. Vural Öger hat in Sachen Zukunft bereits Erfahrung. Als Erster bot er Charterflüge von Deutschland in die Türkei an, 1982 gründete er dann Öger Tours. Öger zufolge sollen Reiseangebote für alle preisgünstig sein. Er kritisierte All-inklusive-Angebote. „In schwierigen Zeiten brauchen die Menschen Nähe, Vertrauen und Sicherheit. Das müssen wir ihnen bieten und keinen Cocktail extra.“ Aber welche Lösungen gibt es? Er möchte keine Hotelklötze mehr, dagegen hält der Unternehmer Investitionen in moderne Architektur für sinnvoll. An- und Abreisen zum Urlaubsort sollten möglichst klimaneutral sein. Weiterhin setzt Öger auf interkulturelle Begegnungen: „Brücken des Friedens. Brücken des Wohlstandes. Brücken der Verständigung zwischen Kulturen und Generationen. Brücken der Freundschaft.“ Mit diesen Maßnahmen könnten die touristischen Destinationen geschützt werden.


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