Stellen sie sich vor: Sie sind zu Gast bei einer arabischen Familie. Am Tisch herrscht ausgelassene Stimmung und die Unterhaltung läuft gut, wenn auch mit Händen und Füßen. Als Sie jedoch anfangen zu essen, wird es im Raum auf einmal still – wie peinlich. Die Erklärung zu der seltsamen Situation liefert die Diplompsychologin und Expertin für Körpersprache, Monika Matschnig auf der ITB Berlin: „Der linke Arm sollte immer unter dem Tisch bleiben, weil er als unrein gilt.“ Zugegeben: Wer so etwas nicht weiß, tritt schnell ins Fettnäpfchen. Bei ihrem Vortrag zum Thema ‚Körpersprache bei internationalen Meetings‘, weist Matschnig auf einfache Regeln hin, die vor allem Geschäftsleute auf dem internationalen Parkett beachten sollten. Aber auch für Touristen hat die Expertin nützliche Tipps: So ist es beispielsweise verpönt, einem arabischen Gastgeber die Fußsohlen zu zeigen, veranschaulicht Matschnig. „Das kann sogar als Beleidigung aufgefaßt werden.“ Auf zahlreichen Reisen hat die ehemalige Profisportlerin solche Erfahrungen gesammelt. Vor allem einen New York-Besuch sieht sie als die ideale Lehrstunde. „Dort kommen einfach so viele Kulturen zusammen, dass es besonders viel zu lernen gibt.“ Auch in Bangkok und Tokio ist das der Fall. Gerade in asiatischen und arabischen Ländern ist aber immer eine gewisse Sorgfalt nötig: „Da muss man sich schon auch vorher ein wenig im Internet und in Büchern informieren.“

Für alle, die nicht gleich ins kalte Wasser springen wollen, hat die Expertin einen anderen Tipp: „Auch in Europa
gibt es viele Unterschiede, hier weiß man aber wesentlich mehr über bestimmte Eigenheiten und somit ist auch eine ganz andere Neugier möglich.“

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